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Leitfaden für einen Store-Check

Die Vielfalt an Milchsorten, Joghurt natur und Buttersorten in den Milchregalen überfordert so manchen Kunden. Hier hat wertschätzende Information über die Vorteile der Vielfalt, die Unterschiede der Sorten nach Wirtschaftsweise, Fettgehalt, Herkunft etc. und die Erklärung der Kennzeichnungen einzusetzen.

Das Ganze mit einer Gruppe von zwölf bis 15 Personen im nächsten Supermarkt, nicht geschäftsstörend mit Multiplikatoren und interessierten Kunden. Angst vor Vielfalt nehmen und die Innovationsleistungen unserer Molkereien herausstreichen. Angst vor Vielfalt und Kritik an den vielen Sorten sind fehl am Platz. Denn Diversifizierung belebt den Markt, Kreativität und Innovationen sind auch zu kommunizieren.

Eine Anleitung zur Vorgehensweise finden Sie unter diesem Link:

Information Store-Check.pdf

 

Masterarbeit zum Trockenstellmanagement

Im Rahmen einer Masterarbeit von Romana Berger wurde das Trockenstell-Management von niederösterreichischen Milchviehbetrieben untersucht.

Die Datenerhebung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Landeskontrollverband (LKV) Niederösterreich. Es wurde ein Fragebogen per E-Mail an jene 2.774 LKV-Mitglieder versandt, die eine E-Mailadresse besitzen. Das entspricht etwa 80% der insgesamt 3.479 LKV-Betriebe in Niederösterreich (LKV, 2016). Insgesamt sind 1.081 Beantwortungen online eingegangen. Die Rücklaufquote liegt somit bei beachtlichen 39%.

 

 

 

 

 

Die wichtigsten Erkenntnisse der Umfrage für die Praxis:

  • hjghjghjghMehr als die Hälfte der Betriebe (55%) stellt die Kühe abrupt trocken. Das abrupte Trockenstellen ist der allmählichen Methode vorzuziehen. Bei einer Milchleistung zum Zeitpunkt des Trockenstellens über 13 kg pro Kuh und Tag kann es sinnvoll sein, die allmähliche Methode anzuwenden. Energiereduzierte Fütterung vor dem Trockenstellen unterstützt die Kuh bei der Stoffwechselumstellung.
     
  • Ein Drittel der Befragten (31%) verabreicht jeder Kuh beim Trockenstellen antibiotische Trockensteller. Der Großteil der Befragten (55%) verwendet antibiotische Trockensteller selektiv und entscheidet kuhindividuell. 14% der Befragten gaben an, nie antibiotische Trockensteller zu verwenden. Sofern die Eutergesundheit der Herde in Ordnung ist, ist das generelle antibiotische Trockenstellen zu hinterfragen. Das selektive Trockenstellen ist zu bevorzugen.

  • Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (55%) wählt die antibiotischen Trockensteller auf Basis einer bakteriologischen Untersuchung aus. Nur der gezielte Antibiotikaeinsatz nach einem Erregernachweis (Bakteriologische Milchuntersuchung) kann beim Trockenstellen empfohlen werden.
     
  • Nur 12% der Befragten verwenden regelmäßig interne Zitzenversiegler. Die Befragung hat gezeigt, dass Zitzenversiegler zwar selten, aber vielfach falsch appliziert werden (64%). Interne Zitzenversiegler verhindern das Eindringen von Mastitiserregern in die Zitzen während der Trockenstehzeit und verringern die Gefahr für Neuinfektionen. Zitzenversiegler können bei gesunden Eutern mit schlechtem Schließmuskel anstelle von Antibiotika eingesetzt werden und bei euterkranken Kühen auch in Kombination mit antibiotischen Trockenstellern. Der interne Zitzenversiegler wird mit einem Injektor nach dem letzten Melken in die Zitze appliziert. Davor wird die Zitze mit zwei Fingern abgeklemmt. Nicht hochmassieren. Beim ersten Melken nach der Abkalbung wird die Paste wieder herausgemolken.

 

Die vollständige Masterarbeit zum Herunterladen gibt es hier: Trockenstellen_Masterthesis_Berger Romana.pdf